Checkliste
Ihre nächsten Schritte
In sechs Schritten zur richtigen Entscheidung – und ein neutraler Anforderungskatalog, was eine rechtssichere Kasse können muss.
In 6 Schritten zur richtigen Entscheidung
- Umsatz prüfen: Liegen Sie über oder nahe an 100.000 € Jahresumsatz? (Bei Vereinen: nur der umsatzsteuerliche Umsatz – ohne Beiträge/Spenden.)
- Ist-Zustand klären: Offene Ladenkasse oder elektronische Kasse? Falls elektronisch: TSE vorhanden, gemeldet, DSFinV-K-Export möglich?
- Bedarf definieren: mobil/stationär, Anzahl Verkaufsstellen, Stromsituation, Helfer, Kartenzahlung.
- Lösung wählen: auf TSE-Konformität, einfache Bedienung und planbare Kosten achten.
- Frühzeitig umsetzen: Umstellung, Einrichtung und Einarbeitung brauchen Vorlauf – nicht bis kurz vor 2027 warten.
- Beraten lassen: Im Zweifel mit einem Kassen-Profi sprechen, der Ihre Branche kennt.
Was muss eine rechtssichere Kasse können? (neutral)
Unabhängig vom Anbieter muss eine konforme elektronische Kasse ab 2027 im Kern Folgendes erfüllen:
DSFinV-K-Export
die einheitliche digitale Schnittstelle für Kassen-Nachschau und Steuerberater-Export.
Meldung ans Finanzamt
§ 146a Abs. 4 AO – Kasse und TSE müssen gemeldet werden. [17]
Belegbereitstellung
künftig auch digital (z. B. QR-Code) möglich. [26]
Praktische Auswahlkriterien – gerade für Feste, Märkte und Vereine
- Mobil & ohne Hardware-Zwang – Bedienung per Smartphone/Tablet, akkubetrieben, auch ohne festen Stromanschluss.
- Einfache Bedienung ohne Schulung – wichtig bei ehrenamtlichen/wechselnden Helfern.
- Mehrgeräte-fähig – mehrere Verkaufsstellen, Bestellannahme an mehreren Punkten.
- Karten- & digitale Zahlung integriert.
- Digitale Belege & automatische Archivierung – kein Papier, revisionssicherer Export zum Steuerberater.
- Küchen-/Bestellmonitor (KDS) für reibungslose Abläufe – vom kleinen Foodtruck bis zum Großfest.
- Günstige, planbare Kosten ohne teure Spezialhardware.
In der Folgekostenabschätzung des Entwurfs wird zwischen cloudbasierten und stationären Kassen unterschieden – cloudbasierte Lösungen (Bedienung über vorhandene Smartphones/Tablets) sind dabei deutlich günstiger in der Anschaffung als klassische stationäre Systeme. Genau hier liegt für viele kleine Betriebe, Vereine und Feste die wirtschaftlichste Umstellungsoption.